Nobody erzählt die Geschichte eines scheinbar gewöhnlichen Mannes, dessen unscheinbares Leben abrupt aus den Fugen gerät. Was auf den ersten Blick wie der Alltag eines harmlosen Familienvaters erscheint, entpuppt sich schnell als ein Kampf ums Überleben – und um seine Familie. Bob Odenkirk überrascht in der Hauptrolle mit einer tiefgründigen Darstellung zwischen Zurückhaltung und explosiver Entschlossenheit.
Nach einem nächtlichen Einbruch wird Hutch Mansell zur Zielscheibe gefährlicher Gegner und muss sich seiner dunklen Vergangenheit stellen. Der Film verbindet Action, schwarze Komödie und spannende Wendungen zu einem ungewöhnlichen Genre-Mix, der dich garantiert nicht kaltlässt.
Einleitung und Hintergrund der Geschichte
Hutch Mansell lebt ein unscheinbares, beinahe schon monotones Leben – ein wahrer Durchschnittsmensch, der als Familienvater und Ehemann den täglichen Routinen nachgeht. Er steht morgens früh auf, fährt jeden Tag zur gleichen Arbeit und wird von seiner Familie und seinen Nachbarn häufig übersehen. Trotz seines friedlichen Auftretens wirkt Hutch innerlich gefangen in einer ewigen Schleife aus Erwartungshaltungen und Kompromissen. Seine Umgebung nimmt ihn kaum wahr, Konflikte werden vermieden, und Risiken geht er lieber aus dem Weg.
Doch eines Nachts verändert ein harmlos scheinender Einbruch in sein Haus alles: Hutch entscheidet sich aus Zurückhaltung dafür, nicht einzugreifen, was sowohl seine Familie als auch sein eigenes Selbstbild erschüttert. Plötzlich prallen Schuldgefühle, unterdrückter Frust und das Bedürfnis nach Gerechtigkeit aufeinander. Der Vorfall wird zum Auslöser für eine Entwicklung, bei der Hutch zum ersten Mal seit Jahren gezwungen ist, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Durch diese unerwartete Wendung beginnt Hutch, seine eigenen Grenzen zu hinterfragen und verborgene Fähigkeiten wiederzuentdecken. Was zunächst wie eine typische Reaktion eines „Nobody“ erscheint, entpuppt sich bald als Startschuss für eine Reise voller Gefahr, Verwandlung und rasanter Action, die nicht nur sein Leben, sondern das seiner gesamten Familie auf den Kopf stellt.
Besetzung, Regie und Drehorte vorgestellt

Die Regie übernahm Ilja Naischuller, der schon mit Filmen wie „Hardcore Henry“ bewiesen hat, dass er actionreiche Szenen gekonnt inszenieren kann. Das Drehbuch stammt vom erfahrenen Autor Derek Kolstad, der bereits an mehreren „John Wick“-Filmen arbeitete und ein besonderes Gespür für außergewöhnliche Action-Storys besitzt. Die musikalische Untermalung trägt der Komponist David Buckley bei, was vor allem den dramatischen Szenen eine intensive Atmosphäre verleiht.
Gedreht wurde zunächst im sonnigen Los Angeles und anschließend im kanadischen Winnipeg (Manitoba), wodurch sich verschiedene urbane Kulissen und Stimmungen geschickt miteinander verbinden. Auch die Produktionscrew rund um David Leitch und Kelly McCormick bringt viel Erfahrung aus dem Actiongenre mit und garantiert einen rundum professionellen Look. Dank des internationalen Casts sowie der sorgfältig ausgewählten Drehorte bietet „Nobody“ eine moderne und zugleich authentische Filmästhetik, die dich schnell in ihren Bann zieht.
| Darsteller | Rolle | Bemerkung |
|---|---|---|
| Bob Odenkirk | Hutch Mansell | Hauptfigur, Familienvater mit geheimer Vergangenheit |
| Connie Nielsen | Rebecca Mansell | Hutchs Ehefrau, emotionale Stütze der Familie |
| Christopher Lloyd | David Mansell | Hutchs Vater, sorgt für überraschende Momente |
| Alexei Serebrjakow | Yulian Kuznetsov | Widersacher, skrupelloser Gangsterboss |
| RZA | Harry Mansell | Hutchs Bruder, unerwartete Unterstützung |
Zusammenfassung und Handlungsverlauf von Nobody
Nach außen wirkt das Leben von Hutch Mansell vollkommen gewöhnlich. Er ist Familienvater, geht seiner Arbeit in einer Metallwarenfabrik nach und wird von allen Seiten als harmloser Durchschnittsmensch wahrgenommen. Doch nach einem nächtlichen Einbruch, bei dem er bewusst nicht eingreift, erfährt sein Selbstbild tiefe Risse – aus Angst, aber auch, weil er die Täter als ungefährlich erkennt. Seine Umgebung beginnt an ihm zu zweifeln, sein Sohn sieht ihn plötzlich weniger als Vorbild. Besonders der Verlust eines Armbands seiner Tochter schmerzt Hutch und setzt eine Kette von Ereignissen in Gang.
Angetrieben von Schuld und dem Bedürfnis, sich selbst zu beweisen, macht Hutch die Einbrecher ausfindig. Obwohl er gewalttätige Konsequenzen zunächst vermeidet, entfacht ein Übergriff in einem Linienbus seinen wahren Instinkt: Tief vergrabene Fähigkeiten kommen ans Licht. Bei einer brutalen Auseinandersetzung verteidigt er eine Frau gegen mehrere Männer und verprügelt sie mit beeindruckender Präzision – was wiederum den Zorn eines mächtigen russischen Gangsters auf sich zieht, da einer von ihnen dessen Bruder war.
Je mehr die Gewalt eskaliert, desto mehr offenbart sich Hutchs Vergangenheit als gefährlicher „Auditor“ für Regierungsbehörden. Um seine Familie zu schützen, nimmt er es letztlich allein – aber mit unerwarteter Unterstützung durch Vater und Bruder – mit einer ganzen Verbrecherbande auf. Im furiosen Finale wehrt er zahlreiche Angreifer ab und sorgt dafür, dass die Gefahr gebannt ist. Am Ende steht Hutch scheinbar wieder am Anfang seines alten Lebens, doch es wird deutlich, dass nichts je wieder wie früher sein wird.
Hutchs Kampf um seine Familie und den Weg zur Konfrontation
Nachdem Hutch erkannt hat, dass seine Familie durch seinen passiven Umgang mit der Gefahr verwundbar geworden ist, wächst in ihm ein nie dagewesener Tatendrang. Seine Priorität verschiebt sich schlagartig: Er will nicht länger zulassen, dass Angst und Unsicherheit das Leben seiner Liebsten bestimmen. Um sie endgültig zu schützen, trifft Hutch eine mutige Entscheidung – er bringt seine Frau und Kinder bei Verwandten in Sicherheit und beginnt, alle Spuren seiner bisherigen Existenz zu beseitigen.
Parallel dazu verwandelt er das Familienunternehmen seines Schwiegervaters in eine regelrechte Festung. Mit viel Einfallsreichtum bereitet sich Hutch auf einen letzten Showdown vor – überzeugt, dass offene Konfrontation die einzige Möglichkeit ist, um den Kreislauf der Bedrohungen zu durchbrechen. Die bevorstehende Auseinandersetzung mit dem Gangsterboss Yulian Kuznetsov nimmt er dabei voller Entschlossenheit an.
Im Höhepunkt des Films zeigt sich Hutch von einer völlig neuen Seite. Seine Fähigkeiten als ehemaliger „Auditor“ kommen zum Vorschein; Schnelligkeit, Präzision und Taktik werden sein Markenzeichen im Kampf gegen eine Überzahl von Angreifern. Unterstützt von seinem Vater und Bruder gelingt es ihm schließlich, die gefährlichsten Gegner auszuschalten. Dieser erbitterte Kampf um die Sicherheit seiner Familie markiert für Hutch nicht nur einen Wendepunkt, sondern führt auch zur inneren Versöhnung mit seiner Vergangenheit.
Bewertung und Kritikpunkte zu Nobody

Auch inszenatorisch setzt Regisseur Ilja Naischuller Akzente: Die Kampfszenen sind kreativ gestaltet und entfalten sowohl visuell als auch akustisch eine enorme Wucht. Die Musik trägt zur intensiven Atmosphäre bei, während Kameraarbeit und Schnitt das Geschehen treibend unterstützen.
Kritik gibt es dennoch an einigen Stellen. So bleibt die Story manchmal etwas oberflächlich und bedient altbekannte Muster innerhalb des Genres. Wer nach vielschichtigen Nebenfiguren sucht oder sich mehr Tiefgang in der Handlung wünscht, könnte enttäuscht werden. Andererseits glänzt „Nobody“ gerade dadurch, dass er sich auf das Wesentliche konzentriert: emotionale Entwicklung, rasante Action und einen unerwartet sympathischen Helden, mit dem du schnell mitfiebern kannst.
Insgesamt ist „Nobody“ ein kurzweiliger, spannender Actionfilm, der besonders dann begeistert, wenn du ungewöhnliche Hauptfiguren und frische Akzente im Genre magst.


